Auch wenn du Recht hast –
#fahrrunter

Eine gemeinsame Initiative

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau adfc Bremen ADAC Weser-Ems e.V.

Aufreger 1: Abstand zu gering

Abstand und Respekt gehören klar zusammen. Du jagst dem anderen sonst einen riesigen Schrecken ein. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist jetzt auch in der StVO festgeschrieben. Bei geringeren Abständen kannʼs schnell gefährlich werden. Das darfst du einem Ignoranten gerne klarmachen, aber freundlich. Und der sollte nicht mit Beleidigungen, sondern mindestens dem vorgeschriebenen, sprich sicheren, Abstand reagieren.

Aufreger 2: Vorfahrt genommen

Schon im Interesse der eigenen Sicherheit sollten Fahrradfahrende darauf achten, Autos nicht die Vorfahrt zu nehmen. Im Falle eines Falles ist klar, wer den Kürzeren zieht. Gleichzeitig sollte man im Auto immer damit rechnen, dass jemand auf dem Fahrrad die Geschwindigkeit des nahenden Fahrzeugs unterschätzt. Solche Situationen sind für beide Seiten riskant genug. Ein dummer Spruch macht es kein Stück besser.

Aufreger 3: Radweg zugeparkt

Geparkte Autos gehören mit allen vier Rädern auf die Fahrbahn. Es sei denn, es ist durch ein Verkehrsschild anders geregelt. Sich auf fremden Wegen breitmachen und dabei die Schwächeren behindern, kommt nie gut an. Und es kostet: Für Parken auf Geh- und Radwegen ist das Bußgeld gerade erst massiv angehoben worden. Und wenn du jemanden beim Falschparken erwischst, weise ihn gerne darauf hin – explodieren musst du dabei aber nicht.

Aufreger 4: Radfahren auf der Fahrbahn

Straße teilen – musst du einfach! Weil grundsätzlich auch Radfahrende das Recht haben, dort unterwegs zu sein. Egal, ob noch ein Radweg daneben ist. So steht’s in der StVO. Auf dem Fahrrad darfst du dir meistens aussuchen, wo du fährst. Wenn es aber einen guten Radweg gibt, bist du dort vielleicht entspannter unterwegs. Für Beleidigendes sollte so oder so kein Platz sein.

Aufreger 5: Vorfahrt missachtet

Vorfahrt oder nicht – wenn ihr zusammenknallt, ist der Schaden vielleicht groß. Autofahrende sind in ihrem Fahrzeug bei einem Unfall viel besser geschützt. Die Einhaltung der Vorfahrtsregeln kann deshalb lebensrettend sein. Verletzende Sprüche durchs offene Fenster sind aber trotzdem daneben. Muss ja keine Absicht gewesen sein.

Aufreger 6: Ohne Licht

Es kann lebensgefährlich sein, sich bei Dunkelheit nur auf die eigenen Augen zu verlassen und quasi getarnt durch die Nacht zu radeln. Deshalb: Licht an und mach dich von allen Seiten gut sichtbar. Wer andere allerdings dafür schwer beleidigt, macht selbst nicht den hellsten Eindruck. Sag’s freundlich!

Aufreger 7: Handy am Steuer

Trotz Handy alles im Griff? Leider oft ein Irrtum! Während des Fahrens gehören beide Hände ans Lenkrad. Mit dem Handy am Ohr wird die Fahrt schnell zum Blindflug. Wer clever ist, schaltet sein Mobiltelefon sowieso auf Flugmodus – vor Beginn der Fahrt.

Aufreger 8: Laute Musik und telefonieren

Laute Musik und dabei in deiner Blase unterwegs. Schön, dass man auf dem Rad über Kopfhörer telefonieren und Musik streamen darf. Geht leider hin und wieder schief. Ablenkung ist gefährlich. Im eigenen Interesse solltest du deshalb überlegen, ob du nicht zumindest im dichten Stadtverkehr darauf verzichtest. Das ist risikomindernd und schützt deine Ohren zugleich vor dummen Sprüchen.

Aufreger 9: Plötzliches Hindernis

Das ist der Schrecken aller Radfahrenden: Eine plötzlich geöffnete Autotür versperrt den Weg und führt zur Vollbremsung – oder sogar zur Kollision. Passiert immer mal wieder, aber aus Unachtsamkeit und nicht aus Absicht. Oft geht’s nur deshalb gut, weil das Fahrrad gerade noch die Kurve kriegt. Beide erschrecken sich ordentlich.
Grund genug, sich nicht auch noch gegenseitige Beleidigungen um die Ohren zu hauen.

Aufreger 10: Fahrräder nebeneinander

Zwei Leute auf dem Rad dürfen grundsätzlich nebeneinanderfahren – auch wenn es die im Auto oft nervt. Aber den Verkehr blockieren dürfen sie nicht. Und bevor ihr euch von hinten anmotzen lasst, legt vielleicht auch das Grundsatzrecht mal kurz am Straßenrand ab und lasst das Auto vorbei. So schwierig ist das nicht und gleichzeitig spart man sich die Ausraster.